Bündnis UNSERE STADT!

klimagerecht und bezahlbar

Wir sind verschiedene Initiativen und Organisationen, die in Berlin eine soziale und ökologische Bauwende voranbringen wollen.

Unsere Forderungen

1. Wohnraum ist keine Ware

EINMAL SOZIALWOHNUNG, IMMER SOZIALWOHNUNG

Mindestens 36.000 Sozialwohnungen werden bis 2026 aus der Bindung fallen, deshalb muss die Sozialbindung für neue Sozialwohnungen dauerhaft verstetigt werden. Landeseigene Wohnungsunternehmen (LWUs) sind in gemeinnützige Rechtsformen umzuwandeln (z.B. in gGmbHs oder eine AöR), um so die Reinvestition von Gewinnen in sozialen und bezahlbaren Wohnraum zu sichern und Mieter*innen sowie dem Parlament mehr Einflussmöglichkeiten zu geben.

NUR ERBPACHT – KEINE PRIVATISIERUNG LANDESEIGENER IMMOBILIEN UND FLÄCHEN

Die Vergabe von Grundstücken und Immobilien darf nur in Erbpacht zur Schaffung von dauerhaft mietpreis- und belegungsgebundenem Wohnraum erfolgen und sollte an klare ökologische Vorgaben gekoppelt werden. Der Ansatz der Querfinanzierung von sozialem Wohnungsraum durch teure Neubauentwicklungen der LWUs ist gescheitert.

GENOSSENSCHAFTLICHE NACHHALTIGE WOHNRAUMENTWICKLUNG MUSS GEFÖRDERT UND FLÄCHENVERSIEGELUNG VERMIEDEN WERDEN

„Innenentwicklung“ – also die Weiterentwicklung bereits erschlossener und versiegelter Flächen inklusive Infrastruktur – ist im Vergleich zu Neubaugebieten am Stadtrand bzw. auf der grünen Wiese zu priorisieren. Die LWUs sind nicht in der Lage, das Potenzial von ca. 72.000 Wohnungen in kleinteiliger Innenentwicklung zu realisieren. Agile Projekte, z.B. genossenschaftliche, die sich für bezahlbaren Wohnraum einsetzen, können das besser. Sie sind bei Vergaben und mit finanziellen Mitteln zu fördern anhand klarer, gemeinwohlorientierter Kriterien.

LEERSTAND UND ZWECKENTFREMDUNG MÜSSEN WIRKSAM BEKÄMPFT WERDEN

Spekulativer und Luxus-Leerstand muss erfasst, sanktioniert und behoben werden. Zweckentfremdungsverbotsgesetz nachschärfen, Umsetzung von bestehenden Gesetzen stärken sowie durch finanzielle Absicherung der Bezirke und vorgesehene Strafzahlungen konsequent durchsetzen, Einführung eines Leerstandskatasters und leerstehende Gewerberäume zu Wohnräumen umnutzen.

2. Klimaschutz ist keine Wahl. BEK 2030 umsetzen!

ENERGETISCHE SANIERUNG UND NICHT-FOSSILE ENERGIEVERSORGUNG SIND ZU BESCHLEUNIGEN UND WARMMIETENNEUTRAL UMZUSETZEN

Es braucht ein deutlich entschlosseneres Handeln, um den Klimawandel abzubremsen und sich an dessen Folgen anzupassen. Das Berliner Energie- und Klimaschutzprogramm (BEK 2030) bietet hierfür eine gute Grundlage, dessen empfohlene Maßnahmen konsequent beschlossen und angegangen werden müssen. Die Steigerung der energetischen Sanierungsrate im Bestand und der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen für die Versorgung der Gebäude müssen schnell und sozialverträglich umgesetzt werden.

NACHHALTIGE WOHNRAUMENTWICKLUNG UND KLIMAANPASSUNG MÜSSEN GEFÖRDERT  WERDEN

Bauprojekte, die eine Bebauung von Grünanlagen vorsehen, sind sofort und dauerhaft zu stoppen. Gleiches gilt für Bauprojekte, die eine Bebauung von Parks, wohnungsnahen Grünflächen (z.B. Ilse-Kiez oder Ossietzkystraße) bzw. Friedhöfen (z.B. Emmaus-Friedhof oder Georgen-Parochial-Friedhof) vorsehen. Gesunde Bäume dürfen für Bauprojekte nur in Ausnahmefällen gefällt, grüner Bestand muss ertüchtigt und gepflegt werden. Nur so kann eine klimaresiliente Stadt entstehen.

3. Bestandsertüchtigung vor Neubau!

EINE ABRISSGENEHMIGUNG IST VERPFLICHTEND EINZUFÜHREN.

Bestandsgebäude sind eine gigantische Reserve an grauer Energie, d.h. an Emissionen, die bereits ausgestoßen wurden. Die Unkultur des Abreißens und Ersatzneubauens ist der Haupttreiber des CO2--Fußabdrucks und der Ressourcenverschwendung im Bau. Jeder Abriss muss diesbezüglich bewertet und genehmigungspflichtig werden.

Rückbau, Umbau und Neubau sind an eine Treibhausgas- bzw. Ökobilanz zu knüpfen. Für jede Art von Bauprojekt ist eine Treibhausgas- bzw. Ökobilanz verpflichtend zu erstellen. Restriktive Zielwerte für den Ausstoß der Projekte (z.B. in CO2e/m2/100 Jahre) müssen bindend gesetzt und eine kreislaufgerechte Bauweise priorisiert werden.

4. Lokale Planung muss die Regel sein!

DIE PLANUNGSHOHEIT BLEIBT BEI DEN BEZIRKEN, ÜBERGEORDNETE ZIELE DER STADTENTWICKLUNG SIND DURCH KLARE REGELN MIT DEM SENAT ZU DEFINIEREN

Der Senat kann zu willkürlich die Planung von lokalen Projekten an sich ziehen und so Bezirke und die Menschen vor Ort übergehen. Wer von Baumaßnahmen betroffen ist, sollte auch im Planungsprozess mit einer starken Stimme vertreten sein. Die Spielregeln müssen fairer werden und den Anwohnenden nutzen, statt allein den Projektentwickler*innen. Der Bezirk entscheidet anhand der mit dem Senat vereinbarten Regeln, ob übergeordnete Interessen vorliegen, nicht der Senat.

5. Mitgestaltung muss das Recht von Anwohnerinnen und Anwohnern sein!

ANWOHNENDEN STEHT EIN MITGESTALTUNGSRECHT BEZÜGLICH IHRER UNMITTELBAREN UMGEBUNG ZU

Die Partizipation muss dabei niederschwellig und verbindlich erfolgen, so wie im Handbuch zur Partizipation und im TRIALOG-Verfahren vorgesehen.

Gewonnene Volksentscheide sind zu respektieren. Volksentscheide sind grundsätzlich verbindlich, müssen von der Regierung umgesetzt und dürfen nicht mit jeder neuen Regierung auf Landes- und Bundesebene in Frage gestellt werden. Dies gilt unter anderem für die Volksentscheide „100% Tempelhofer Feld“ (2014) und „Deutsche Wohnen und Co. Enteignen“ (2021).

Das sind wir...

100% Tempelhofer Feld
Wir setzen uns für den Erhalt des Tempelhofer Feldes ein

AfA
Berliner Netzwerk für Stadt, Land und Architektur, setzt sich für nachhaltige, kollaborative und gemeinwohlorientierte Stadtpolitik ein

AG Gleisdreieck e.V.
Urbane Mitte neu denken!

an.ders Urania
Abrissstop an der Urania

Anti-Abriss-Allianz
Bündnis gegen den Kreislauf von Abriss und Neubau

Architects 4 Future
Für einen nachhaltigen Wandel in der Baubranche

Architects 4 THF
Ökologie und Kultur des Tempelhofer Feldes retten

Bauhaus Erde
Bauen: von Kohlenstoffquelle zur Kohlenstoffsenke

Baukreisel
Für die Bauwende durch massiven Einsatz von Wiederverwendung

Bauwende Allianz
Für eine gesamtheitliche Bauwende

Bauen-Wohnen-Habitat von Scientists for Future
Klimaschutzfragen im Kontext der gebauten Umwelt

Berliner Mieterverein
Für gutes und bezahlbares Wohnen

BBNS (Berliner Bündnis Nachhaltige Stadtentwicklung)
Für Erhalt von Grün- und Sozialflächen, Entsiegelung, Umbau statt Abriss, echte Bürgerbeteiligung

Bündnis Klimastadt Berlin 2030
Für Klimagerechte und soziale Stadtentwicklungspolitik

Bündnis Stadtnatur K61
Arten- und Naturschutz im Bauprozess

Hermann-Henselmann-Stiftung
Architektur, Städtebau und soziale Stadtentwicklung

HouseEurope!
Umbau einfacher, erschwinglicher und sozialer machen

IG Habersaathstraße
Wohnraum für Alle, gegen Abriss von Bestandsgebäuden

Initiative Offene Mitte Berlin
Freiraum erhalten und zu einem attraktiven Stadtraum weiterentwickeln

Initiative Tramdepot
Für eine Aktivierung des Straßenbahndepots in der Belziger Straße

BI Jahnsportpark
Für eine angemessene, klima- und ressourcenschonende Entwicklung des SportPARKS

Klimaneustart Berlin e.V.
Austausch zwischen Bürger*innen und Politik auf Augenhöhe

Kotti & Co
Gegen hohe Mieten (u.A. im Sozialen Wohnungsbau) und Rassismus

Nachbarschaftsinitiative Friedenau
FLORA retten, Leerstand beenden, Wohnraum schaffen

Natural Building LabBerlin e.V.
Wissen schaffen und Prototypen für eine postfossile Gesellschaft bauen

plattformnachwuchsarchitekten
Plattform für kreative und interdisziplinär denkende Planerinnen und Planer rund um Architektur und Stadt

SEZ für alle!
Für den Erhalt des SEZ, und dass dort Gemeinwohl weiterhin einen Platz hat

Shoppingmalls zu Sorgezentren
Leerstehende Shoppingmalls für gemeinwohlorientierte Nutzungen

Triodos Bank
Mit Geld Gutes in der Welt bewirken

Xberg Klimaneutral e.V.
Soziale Wärmewende, Klimaanpassung und Klimakommunikation

Mach mit!

Nimm Kontakt mit uns auf!